Hallo, liebe Sportsfreunde,
die Tour am Dienstag, 08.04.2008, nach Kröpelin – Satow, war wegen Regenwetter ausgefallen. Jörg und ich hatten uns zwar eingefunden, auch Udo hatte per Auto vorbeigeschaut, aber wir einigten uns schnell – heute nicht!
Das Wetter spielt z. Zt. verrückt, Mittwoch und Donnerstag Sonne, Freitag zur Tour wieder trübes Wetter, vorerst kein Regen...
Auf der Anfahrt zum Treffpunkt habe ich einige Schnappschüsse im Stadthafen gemacht...
Um 9 Uhr ging’s los, wie gewohnt über den Petri-Damm, Verbindungsweg (der hat mittlerweile einen Radweg bekommen), Tessiner Straße bis Ecke Peter-Lurenz-Weg, hier die Strasse überquert und ab ‚Trihotel’ durch den Schweizer Wald gefahren. In Kassebohm durch Modersohn-Becker-Weg, den Erich-Venzmer-Weg bis zur Kreuzung, dann links abbiegend in den Kessiner Weg. Vor Kessin nicht geradeaus (den Berg hinunter) – obwohl einige von uns diese ‚Abkürzung’ bevorzugen, sondern rechts neben den Häusern eine kurze unbefestigte Strecke, dann quer durch Kessin – immer bergab – bis zur Neubrandenburger Strasse, in der Nähe der Kirche. Jetzt geht’s immer die Neubrandenburger Strasse weiter,
Rechterhand fahren wir nicht, wie sonst nach Hohen Schwarfs, Kavelstorf, sondern geradeaus weiter, der Radweg immer stetig ansteigend – bis wir die A19 überfahren, oben angekommen, erstmal verschnaufend...
Eine kleine Strecke auf der F103 (Richtung Waldeck), dann links abbiegend nach Beselin. Hier fahren wir fälschlicherweise bis zum ‚Ende’ des hübschen, kleinen Dorfes, genannt ‚Trügenwisch’, ab hier folgt ein gesperrter Landweg (später in Google stelle ich fest, dass es nach Unterkösterbeck gehen würde...). Wir kehren wieder um und nehmen einen Landweg, der nach Klein Schwarfs führt. Die ca. 750 m sind teilweise durch Regen aufgeweicht und schlammig, an einer Stelle mussten wir sogar auf den Acker ‚ausweichen’…
Am Ende des Landweges kommen wir auf eine gut asphaltierte Straße, die geradeaus nach Klein Schwarfs führt, wir biegen aber links ab nach dem Ortsteil Dishley – nicht zu verwechseln mit 17098 Dishley, im Landkreis Mecklenburg-Strelitz, 7km von der nächst größeren Stadt Friedland entfernt. Dieses Dishley umfasst nur 2 Wohn-/Arbeitshäuser und eine riesengroße Scheune, leider wussten wir noch nicht: es gibt einen denkmalgeschützten Schafstall und die Hofanlage Dishley (historische Papier- und Druckwerkstatt) – Tipp fürs nächste Mal!
Weiter ging’s nach Bandelstorf, wir machten die erste Essenpause und standen vor einer Scheune des Gutshofes aus dem Jahre 1902. Auch hier werden wir das nächste Mal ‚nachfassen’:
Zum Gut gehören das Gutshaus, Wirtschaftsgebäude, Werkstätten, wie Schmiede und Stellmacherei, Speicher, Düngerschuppen, Wiegehaus und Wagenremise. Fast alle Gebäude wurden 1900 und 1930 erbaut. Bemerkenswert ist das sanierte Wiegehäuschen mit der 1921 eingebauten Turmuhr der Firma Turm-, Hof- und Eisenbahnuhrenfabrik J. F. Weule zu Bockenem im Harz, welche auf der Weltausstellung 1910 in Brüssel mit einem Grand Prix für Turmuhren ausgezeichnet wurde. Heute befindet sich die Gutsanlage im Besitz der Gemeinde Dummerstorf und wird vom Förderverein "Rittergut Bandelstorf e.V." genutzt.
s. Gutshaus Bandelstorf
Weiter ging’s 2,5 km auf der L191 nach Petschow, vorerst bewunderten wir aber noch ein Schwanenpärchen an einem Weiher unweit von Bandelstorf.
In Petschow fuhren wir die Dorfstrasse entlang, sahen die Kirche und fuhren weiter die Tessiner Strasse (immer noch die L191), querten die E22 (A20) und fuhren weiter bis Gubkow. Hier wurde die nächste kurze Pause gemacht, weil danach wieder ein Anstieg kam, was wir aber erst hinterher merkten. Ich nutzte die Pause und machte ein Foto von uns sowie dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Hofsee (zum Baden geeignet).
Es kam ein lang gezogener Anstieg, nicht umsonst heißt der nächste Ort: Hohen Gubkow. Nördlich von Hohen Gubkow ist die Bundeswehr angesiedelt, in Google diverse Info-Einträge über „Hawk“…
Ein Wegweiser zeigt: »Friedensausbildungsstellung Gubkow«, was immer das auch heißen mag – evtl. Flugabwehrgeschwader 32 ?
Weiter geht’s nach Prangendorf, vorbei an der Graf-York-Kaserne der Bundeswehr…
Eine Idee für's nächste mal: Großsteingräber Prangendorf:
Die Großsteingräber befinden sich ca.1,5 km westlich des Ortes Prangendorf (Lkr. Bad Doberan) im dortigen Forst. Sie sind über die A19 von Rostock in Richtung Süden zu erreichen. Am Abzweig Sanitz rechts über die B110 nach Sanitz, von dort über die L191 in bis zum Ort Prangendorf. Von dort über den westlich zum Forst führenden Weg zu den unweit südlich am Rand des Forstes gelegenen Denkmälern. s. Großsteingräber Prangendorf
Die Hauptstrasse von Prangendorf mündet auf die Landstraße Cammin – Tessin, wir halten noch mal kurz, mittlerweile war es ungemütlich geworden, ab und zu nieselte es. In Weitendorf knipste ich die Kirche, aus der einen Ansicht ist der Misthaufen gleich neben der Kirche...
Das Anhalten und fotografieren gelingt immer mehr, hinterher muss ich voll strampeln, damit ich den Anschluss wieder herstelle...
Nächste Fotos an der Überquerung der A20 mit Blick auf die Umgebung rechts von mir (östlich).
Nun war es nicht mehr weit nach Tessin, rechts erschien der Prangenberg mit Friedhof und 14 m hohem Aussichtsturm...( den hatten einige von uns schon erstiegen, bei schönem Wetter ein Geheimtipp).
Über die Sankt-Jürgen-Strasse kamen wir schnell zur Gaststätte ‚Zum Schützen’, unmittelbar neben dem Sportplatz gelegen. Wir erholten uns bei prima ‚Speis und Trank’ und fuhren weiter über die Karl-Marx-Strasse, August-Bebel-Strasse zur Rostocker Chaussee.
Offizielle Homepage der Stadt Tessin
Erinnern wir uns: Zwei Rostocker Bürgermeister sind Söhne Tessins:
- Ernst Heydemann (1876-1930) war ein deutscher Politiker und 1919 bis 1930 Bürgermeister und Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock und
- Roland Methling (geboren 1954) ist seit 2005 Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock.
Ja, Tessin macht seinem Namen als ‚Blumenstadt’ alle Ehre. Entlang der Strasse bis Klein Tessin bewunderten wir die herrlichen Blumenrabatten.
Am Ortseingang von Sanitz bogen wir links in die Fritz-Reuter-Strasse ein, einer Variante von Udo folgend. Am Friedhofsweg kommen wir an der Kirche vorbei, s. Fotos.
Der Feldsteinbau wurde um 1250 errichtet und birgt bemerkenswerte frühgotische Wandmalereien in sich. Auch das Pfarrhaus, ein 1780 erbautes und erst kürzlich restauriertes zweigeschossiges Fachwerkhaus, gehört zu den Kostbarkeiten in Sanitz. Neben der alten Schule steht auch die alte Schmiede, die bereits 1798 als alte Erbschmiede erwähnt wird, unter Denkmalschutz. Sie enthält noch heute im Inneren umfangreiches Schmiedeinventar.
s.a. Architektonische Kostbarkeiten in Sanitz
Der ‚Groß-Lüsewitzer-Weg’ war – bis auf das letzte Stück der Ortseinfahrt in Groß-Lüsewitz = Kopfsteinpflaster – wunderbar, sehr zu empfehlen.
Eine letzte kurze Rast wurde da gemacht, wo alle Rostocker Wanderfahrer rasten: an der Kreuzung der Lindenstrasse mit der 110. Eine neu aufgestellte Bank lud zum Verweilen ein, aber nicht für uns, es war zu kalt, außerdem zog es uns heimwärts.
Über Hohenfelde – Broderstorf – Neu Pastow – Neu Roggentin ging’s zügig (mit Rückenwind) über Brinckmanndorf nach Rostock zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Fazit:
Wetter: überwiegend kein Gegenwind, meist ohne Regen,
Profil: einige ‚Berge’, nur ein (1) Matschweg, nur ein (1) Kopfsteinpflaster, sonst asphaltiert, zur Hälfte Radweg
Länge: ca. 60 km
Teilnehmer: 9, dar. 5 RG-Kieler
tschüs bis zur nächsten Tour
Euer
Gerhard